Trigger-Stoßwellen-Therapie (TST)

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Die Trigger-Stosswellen Therapie (TST) bietet neue Möglichkeiten für die kausale Behandlung von Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems und von sportmedizinischen Problemen.

 

Die TST hat das Ziel, verdickte und dauerhaft verkürzte Muskelfaserabschnitte innerhalb eines Muskels aufzulösen. Diese sind die Hauptursache von Schmerzen des Rückens, des Nacken, der Schulter und der Extremitäten. Sie haben die Eigenschaft, sogenannte Übertragungsphänomene wie Schmerzen, Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Muskelverkrampfungen auszulösen, so dass Schmerzen weit entfernt von dem Ort ihrer Entstehung, dem Triggerareal, empfunden werden können. Dies macht die Diagnose der Schmerzursache schwierig, weil Schmerzlokalisation und Entstehungsort nicht identisch sind. Herkömmliche Therapien vermuten die Schmerzursache im Schmerzgebiet und behandeln deshalb das Symptom und nicht die Ursache.

 

Basierend auf dem Konzept der amerikanischen Trigger-Medizin, die seit Jahrzehnten in der amerikanischen Schulmedizin verankert ist, wurde eine neuartige Diagnostik zum Auffinden der Schmerzursache entwickelt.

 

Die Grundlage der Triggerdiagnostik, ist die Erkenntnis, dass hohe Drücke in den Muskel gebracht werden müssen, um die Übertragungsphänomene auszulösen. Es kann durch kräftigen Druck auf das Triggerareal exakt die Beschwerden ausgelöst werden, unter denen der Patient leidet, ähnlich dem Drücken auf einen Klingelknopf. Sind diese Klingelknöpfe gefunden, kann die Therapie beginnen. Mit Einführen der Radialen Extrakorporalen Stosswellentherapie (RSWT) konnte hier eine nahezu schmerzfreie Therapie eingeführt werden.

 

Die TST konnte bisher, aufgrund von Vorstudien, erfolgreich bei Rückenschmerzen, Ischiasbeschwerden, Bandscheibenproblemen, Nacken-Schulter-Schmerzen und Impingement-Syndrom der Schulter eingesetzt werden, zudem bei sportmedizinischen Problemen, z.B. Insertionstendopathien, Sehnen-, Sehnenscheiden- und Muskelproblemen. In diesen Fällen findet sich die Ursache oft in den Trigger-Arealen der betroffenen Muskeln selbst. Durch die Triggerareale wird der Muskel anfällig für Verletzungen, da er verkürzt, verhärtet und unelastisch ist, es kommt zur Einschränkung der Muskelfunktion und hierdurch zur Überbeanspruchung von Sehnen, Sehnenscheiden und Sehnenansätzen mit frühzeitiger Degeneration und Verletzungsanfälligkeit. Als weitere Folge der Sehnenansatzüberlastung können sogenannte Achsendeformitäten auftreten, die zu einer mechanischen Überlastung einzelner Gelenkabschnitte führen, wodurch wiederum sekundäre Arthrosen entstehen können.

 

Obwohl der genaue Wirkmechanismus der TST noch unklar ist, lässt sich vermuten, dass über die Steigerung der Mikrozirkulation eine beschleunigte Regeneration möglich ist. Als Soforteffekte sind zu finden Schmerzreduktion, Muskelverlängerung und Entspannung, vergrößertes Bewegungsausmaß der Gelenke, Steigerung der Kraft, Amplitudenvergrößerung und Zunahme von Muskelaktionspotentialen im Elektromyogramm.

 

Eine besondere Bedeutung kommt der TST bei der Prävention zu, weil es möglich ist, Trigger-Areale zu diagnostizieren, bevor sie spürbare Symptome auslösen.