Ambulante Operationen

Seit über 10 Jahren bieten wir in unserer chirurgisch/ orthopädischen Gemeinschaftspraxis ambulante Operationen an. Der Trend, eine ganze Reihe von Eingriffen nicht mehr in einem Krankenhaus, sondern in einem ambulanten OP-Zentrum durchzuführen hat sich, ursprünglich von den USA herkommend, in den 90-iger Jahren in Deutschland mehr und mehr ausgebreitet. Auch sind zwischenzeitlich viele Krankenhäuser dazu übergegangen ambulante Operationen anzubieten.

Warum ambulante Operationen und was sind die Vorteile?

Bei einer ganzen Reihe von ausgewählten Eingriffen sind nach der Operation ein stationärer Verbleib und eine Übernachtung in einem Krankenhaus medizinisch nicht notwendig. Moderne Narkoseverfahren haben keine langen Nachwirkungen, die Patienten sind nach der Operation rasch wieder fit. Die meisten Menschen empfinden es als Vorteil, sich nach der Operation zu Hause im eigenen, privaten Umfeld zu erholen und nicht in der fremden Situation eines Krankenhauses.
 

Da die Patienten nach der Operation gezwungen sind sich mehr zu bewegen, liegt die Rate der Thrombosen bei ambulanten Operationen deutlich niedriger als bei stationären. Auch ist die Gefahr, sich bei der Operation mit den gefährlichen Krankenhauskeimen (MRSA-Erreger) in einem Krankenhaus zu infizieren, wo gleichzeitig auch sehr viele schwerkranke Patienten mit Antibiotika behandelt werden müssen, höher als in einem ambulanten Operationszentrum.

Was passiert, wenn es Komplikationen gibt?

Ambulante Operationen müssen, so schreibt es der Gesetzgeber vor, in jedem Fall von erfahrenen Fachärzten erbracht werden. Bevor wir einem Patienten eine ambulante Operation vorschlagen, muss in jedem Falle abgeklärt werden, dass keine besonderen Risiken im allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten liegen. Dazu wird auf jeden Fall ein erfahrener Narkosearzt den Patienten primär untersuchen, ebenso wird auch der Hausarzt, der den Patienten und seine Vorgeschichte am besten kennt, dazu konsultiert.
Das heißt also, wenn einer der beteiligten Ärzte Zweifel an der Zumutbarkeit einer ambulanten Operation für den Patienten hat, wird der Eingriff nicht ambulant durchgeführt. Sollte es trotzdem zu Problemen kommen, die ambulant nicht beherrscht werden können, stehen selbstverständlich die ambulanten Operationszentren in Verbindung mit den nahegelegenen Krankenhäusern, so dass eine kurzfristige Verlegung des Patienten jederzeit sicher gestellt werden kann. 

Welche Operationen können ambulant durchgeführt werden?

Es gibt zwischenzeitlich auch einen von der Politik und den Krankenhäusern abgesegneten, ausführlichen Katalog ambulant durchführbarer Operationen aus nahezu sämtlichen operativen Fach gebieten. Unsere Praxisklinik bietet folgende Operationen im Bereich der Fachgebiete Orthopädie und Chirurgie an:

  • Arthroskopische Operationen am Kniegelenk
    (Meniskus-Knorpelchirurgie)
  • Knochenbruchoperationen
    im Bereich von Hand, Unterarm, Fuß, Knöchelregion
  • Kleine bis mittlere, handchirurgische Eingriffe,
    wie Nerveneinklemmung am Handgelenk und am Ellenbogen
    (Carpaltunnelsyndrom, Sulcus ulnaris-Syndrom)
  • Operationen bei Erkrankungen v. Sehnenscheiden
    (schnellen- der Finger, Tendovaginitis), Haut u. Unterhaut (Lipom, Nävus...)
  • Operationen der Handfascie (Morbus Dupuytren)
  • Stellungskorrektur von Zehen und Mittelfußfehlstellungen
    (Hallux valgus, Hammerzehen)
  • Entfernung von Metallimplantaten an den Extremitäten
  • Operation von Leistenbrüchen und Nabelbrüchen
    (z.T. mit Netzimplantaten)
  • Operationen am Enddarm (Hämorrhoiden, Fisteln, Fissuren)
  • Krampfadereingriffe, Entfernung peripherer Krampfadern in mikrochirurgischer Technik, Sklerosierung Besenreiser